Triple-Start mit Problemen

Erstellt von Thomas Pfisterer |

 

 

1000 Berge-Trophy in Oschersleben vom 1. - 3. Mai

 

Am vergangenen Wochenende trafen sich erstmalig in diesem Jahr die Starter der Deutschen Seriensport-Meisterschaft zum Auftaktrennen in der Magdeburger Börde.

 Wieder einmal hatte Ottmar Bange und sein aktiver Motorsport-Club MSF-Sauerland ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Erstmalig wollte Thomas an diesem verlängerten Wochenende in drei verschiedenen Klassen an den Start gehen.

 Als erstes durften am 1. Mai die Seriensportler an den Start. Nach umfangreichen Reglementsänderungen suchte Thomas ein neues Betätigungsfeld, um mit einem Suzuki-Zweizylinder an den Start gehen zu können. Da nun Zweizylinder bis 650 ccm in der 250/400ccm Klasse homologiert sind, setzt Thomas eine SV650S ein. Damit das Wochenende auch ordentlich genutzt wird, entschloss sich Thomas zu Trainingszwecken auch noch seine 11 Jahre alte TL1000R in der offenen Zweizylinder-Klasse einzusetzen. Noch am Vorabend hoch motiviert, stellte sich am Renntag ein Problem ein, mit dem das Team nicht rechnete -Heuschnupfen!!! Obwohl es für Thomas noch keine Zeit dafür ist, scheint von den Kartoffel- und Rapsäckern der Börde besonderer Blütenstaub zur Motorsport Arena zu wehen. Augenreizung war hierbei noch das kleinere Problem, aber Schwindel- und Kreislaufprobleme beeinträchtigten die Angrifflust doch recht deutlich. So fand sich Thomas mit der SV nur auf Startplatz 19 wieder, mit der TL in der dritten Startreihe auch nicht viel weiter vorne.

 

Um 14.00 Uhr bollerten die großen Zweizylinder vor der roten Ampel. Thomas fühlte sich ein wenig besser und erwischte zunächst einen tollen Start. Eingang der ersten Kurve bereits Dritter wurde er dann aber beidseitig eingeklemmt, so dass er wieder viele Plätze verlor. Auch auf der Gegengeraden überholten noch einige übermächtige Edelrenner aus italienischer Produktion, null Chancen auf der Geraden, auch wegen der bekannten Fettlebigkeit der TL musste Thomas immer einen Tick früher bremsen. Der einzige Suzuki Pilot im Feld fand dann aber seinen Rhythmus und hoffte auf Fehler der Konkurrenz. Bei den sommerlichen Temperaturen häuften sich diese gegen Ende des Rennens, so dass Thomas immerhin noch den neunten Platz belegte.

 Zwei Stunden später folgte die Premiere auf der kleinen SV. Thomas musste aus der 5. Startreihe volles Risiko gehen um die vorderen Piloten nicht aus den Augen zu verlieren. Diesmal klappte der Start nahezu optimal, nach der ersten Kurve Platz 3!!! In der Folge hielt aber der Zweitplazierte Thomas auf, so dass der erst 16 jährige Kämmerling junior sich als Führender aus dem Staub machte. Zwar gelang es Thomas sich immer wieder mal neben die Aprilia von Vordermann Schipper zu setzen, aber die SV war für ein dauerhaftes Überholmanöver zu langsam. Für die Klassenhomologation muss diese auf max 71 PS gedrosselt werden, nach dem Zieleinlauf auf Platz 3 wurden aber nur 66,0 PS gemessen und somit deutlich zu schwach, da gerade bei den kleinen Motorräder jedes PS ins Gewicht fällt.

Dennoch als bester Suzukipilot auf dem Treppchen. Für den nächsten Lauf dürfte die Suzuki nach Prüfstandsläufen bei Zweirad Sicorello auch noch konkurrenzfähig werden. Nur mit der Mannschaftswertung hatte das Team kein Glück gehabt. Nach einem Motorschaden bei Thomas Kreutz wurde die erste Mannschaft des ADAC Hessen-Thüringen nicht gewertet.

 

Am Sonntag wurde der 2. Lauf zur ADAC-Conti-Langstreckenchallenge als 4-Stundenrennen durchgeführt. Wieder startete Thomas gemeinsam mit Marco Zahn im Team "ADAC Hessen-Thüringen & Continental" auf zwei GSXR 750. Für Thomas bedeutete dies, die Umstellung auf das dritte Motorrad an diesem noch sonnigen Wochenende. Da der Heuschupfen nun nicht mehr so behinderte, konnte Thomas die Suzi ganz knapp an der Pole vorbei auf Startplatz 2 stellen und hatte die Ehre, mit dem Le Mans Start zu beginnen. Stündlich wechselte das Team Fahrer und Motorrad, allerdings konnte Marco wieder nicht die Zeiten der Hauptkonkurrenten gehen. Dazu kam noch sein zeitintensiver Kiesbettausritt. Aber mit dem Zieleinlauf auf Platz 3 fanden sich die Piloten wieder auf dem Podest und rückten damit in der Meisterschaft auf Platz 2 vor.

Mit dem Wetter hatten alle großes Glück, denn bereits bei der Siegerehrung ging ein heftiger Regenschauer nieder, der den Blütenstaub zu einem schmierigen und extrem rutschigen Belag verwandelte.

 

Bilder in Kürze unter www.TP-RACE.de

 

 

Zusammenfassung:

Deutsche Seriensport-Meisterschaft 

Klasse 5   Platz 3     Suzuki SV 650 S

Klasse 2   Platz 9     Suzuki TL 1000 R Mannschaft nicht gewertet

ADAC-Conti Langstreckenchallenge Klasse 2   Platz 3    Suzuki GSXR 750

 

Nächster Event: Biker Weekend am Hockenheimring 11. und 12. Juli 2009 mit Deutscher Seriensport-Meisterschaft und 4 Stundenrennen

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