Rennbericht Thomas Pfisterer

1000km Hockenheim am Ostersamstag 2009

Frühjahrstraining Rijeka

 

 

 

Nach dem langen und schneereichen Winter konnte Thomas den Saisonstart kaum noch abwarten. Nachdem er sich bereits mit seinem Suzuki Händler Giovanni Sicorello und einigen seiner rennstreckenbegeisterten Kunden in Ledenon ein wenig einrollte, sollte beim Frühjahrstraining in Rijeka/Kroatien der Winterrost endgültig abgeschüttelt werden. Bei durchgehend über 25 Grad Temperaturen war endlich ideales Wetter um sich auf die Meisterschaft vorzubereiten. Zunächst stand ein Funktionstest der neuen Renn SV 650S an. Da diese aus der Werkstatt heraus bereits super funktionierte, konzentrierte sich Thomas ab dem zweiten Tag auf sein letztjähriges Meistermotorrad um am ersten Lauf zum TL 1000 CUP 2009 teilzunehmen. Allerdings zeigte sich schon nach kurzer Zeit, dass dieser Cup mehr für Anfänger und Hobbyracer gedacht ist. Aus Sicherheitsgründen und um vielleicht den Jungs den Spaß nicht ganz zu nehmen, verzichtete Thomas auf den Start. Am Gründonnerstag brach er dann vorzeitig das Training ab, um rechtzeitig am nächsten Morgen den Hockenheimring zu erreichen.

 

Dort wartete bereits sein neues Team für die ADAC-Conti Langstrecken-Challenge. In dieser Meisterschaft vom ADAC Hessen-Thüringen organisierten und von Continental gesponserte Serie setzt Continental ein eigenes Werksteam auf zwei Suzuki GSXR 750 ein, in der Thomas den Nachwuchsfahrer Marco Zahn unterstützt. Für die 1000km Hockenheim gesellten sich zusätzlich in der Conti Box auch der ehemalige Langstrecken Weltmeister Peter Linden aus Schweden sowie das deutsche Urgestein Toni Heiler, dem mehrfachen Superbike-Meister.

 

Zur perfekt organisierten Veranstaltung passte auch das Wetter. Die sommerlichen Temperaturen erfreuten nicht nur die Fahrer, sondern lockten auch viele tausende Zuschauer ins nordbadische Motodrom.

 

Um 8.04 Uhr starte zunächst Marco. Nach jeweils 25 Runden wechselte das Team die Fahrer und tankte auf. Mit einer super eingespielten Mannschaft von drei Mechanikern, einem Reifen- und Fahrwerkstechniker und drei Helferinnen konnte die 204 Runden der GP Strecke problemlos abgespult werden. Am Nachmittag wurde mit dem vierten Satz das Motorrad mit „Race Attack soft“ Rennreifen in für das anschließende Sprintrennen über 14 Runden mit Fahrerwechsel vorbereitet.

 

 Thomas sollte mit dem Le Mans Start beginnen. Wie immer stand er nervös dem Motorrad gegenüber. Nach Senken der Deutschlandflagge rannten die Fahrer über die Rennstrecke zu den gegenüber stehenden Maschinen. Der Start funktionierte recht gut, vom zehnten Startplatz beendete er die erste Runde auf der zweiten Position. Obwohl mit der schnellsten Rennrunde sichtbar besser, fand Thomas keinen Weg an der leistungsstärkeren Maschine des führenden Lokalmatadors Hans Elmaurer vorbei. Nach sieben Runden hatten die ersten Beiden bereits einen Vorsprung in Größe der ganzen Start/Ziel-Geraden herausgefahren. Dann folgte der Fahrerwechsel. Marco konnte allerdings danach den zweiten Platz nicht ganz halten, erreichte aber bei seinem ersten Langstreckenrennen doch noch das Podium.

 

Mit riesiger Freude beendete das Team seinen ersten Einsatz mit der anschließenden Siegerehrung in der Stadthalle von Hockenheim.

 

Nächstes Event: 01.-03.Mai Oschersleben

Zurück