SUPERBIKE-WELTMEISTERSCHAFT PORTIMAO 02.11.2008

SUPERBIKE-WELTMEISTERSCHAFT PORTIMAO/ P, 02.11.2008 NIETO STÜRMT VON POSITION 16 AUF PLATZ FÜNF

 

Team Suzuki Alstare-Fahrer Fonsi Nieto startete vom 16. Platz und zeigte heute in beiden Rennen zur Superbike-Weltmeisterschaft eine stürmische Performance, die jeweils auf Rang fünf endete.

 

Einen durchwachsenen Tag erlebte hingegen Team Alstare Suzuki-Fahrer Max Neukirchner, der im ersten Rennen stürzte, sich im zweiten Durchgang aber einen hart erkämpften vierten Platz sichern konnte. Für den Team Suzuki Alstare-Fahrer Yukio Kagayama war es hingegen ein Wochenende zum Vergessen: Er wurde im ersten Lauf 15. und im zweiten enttäuschender 23. .

 

Für Troy Bayliss (Ducati) fiel mit zwei Siegen der Vorhang zu seiner beeindruckenden Karriere in der Superbike-WM. Carlos Checa (Honda) wurde Zweiter im ersten Rennen, gefolgt von Troy Corser (Yamaha). Bayliss’ Teamkollege Michel Fabrizio belegte Platz zwei im zweiten Umlauf vor Wild Card-Pilot Leon Haslam (Honda).

 

Fonsi Nieto - Rennen 1: 5., Rennen 2: 5.:

"In dieser Meisterschaft ist es so schwierig, ein gutes Ergebnis einzufahren, wenn du weiter hinten als in der zweiten Startreihe liegst. Entsprechend gehöre ich zu denen, die froh darüber sind, dass es im kommenden Jahr keine Superpole mehr geben wird. Ich denke, zwei fünfte Plätze von Startplatz 16 aus einzufahren, ist nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass ich in der zweiten Runde sechs Sekunden hinter Bayliss lag und diesen Rückstand bis ins Ziel hielt. Das bedeutet, dass ich dieselbe Pace gefahren habe.”

 

“Von Rennen 1 zu Rennen 2 haben wir am Motorrad nur einige Clicks verändert und dieselben Reifen benutzt. Anfangs war das besser, gegen Ende schlechter. Ich habe diese Strecke wirklich genossen. Sie hat ein großartiges Design und bietet viele Herausforderungen. Ich wünschte, ich hätte in der Superpole besser abgeschnitten. Dann hätte es glaube ich zumindest einmal aufs Podium gereicht. Ich möchte Francis und Patricia Batta und dem ganzen Team für ihre Unterstützung und ihre harte Arbeit in diesem tollen Jahr danken. Ich würde gerne auch im nächsten Jahr mit ihnen arbeiten und diese großartige Erfahrung fortsetzen.”

 

Max Neukirchner - Rennen 1: DNF, Rennen 2: 4.:

 "Ich denke, dass das Meiste an diesem Wochenende meiner Jugend und meiner mangelnden Erfahrung zuzuschreiben ist. Andere, erfahrenere Fahrer sind in der Lage, ein gutes Setup auch in kürzerer Zeit als ich zu erarbeiten, und genau da lerne ich noch die ganze Zeit. Ich weiß nicht, warum ich im ersten Lauf gestürzt bin, denn auch die Data Recording-Aufzeichnungen, zeigen nichts, was ich hier gegenüber den Runden zuvor anders gemacht hätte. Fürs zweite Rennen änderten wir die Zugstufendämpfung der Gabel, und das motorrad fühlte sich viel besser an. In der letzten Kurve verlor ich aber viel Zeit, und das verhinderte letztlich, dass ich Fabrizio noch einholen und überholen konnte.“

 

 "Ich bin ein wenig wütend, denn ich war zur Saisonmitte mir sicher, dass ich am Ende Zweiter oder Dritter in der WM-Wertung werden könnte. Aber die letzten vier, fünf Rennen haben mit durchwachsenen Wetterbedingungen und meiner geringeren Erfahrung dazu geführt, dass ich am Renntag jeweils kein perfektes Setup für das Motorrad hatte. Meine Mechaniker und ich sind ein junges Team, und wir lernen die ganze Zeit. Sie alle haben hart gearbeitet, und ich denke, dass unsere Saison alles in allem doch ganz gut war.“

 

Yukio Kagayama – Rennen 1: 15., Rennen 2: 23.:

 "Heute war kein guter Tag für mich. Ganz sicher hätten wir mehr Trainingszeit im Trockenen benötigt, aber ich bin doch etwas verwirrt darüber, dass ich gestern noch 1.44 min fahren konnte und heute nicht. Die Reifen waren heute für mich ein Thema, aber obwohl das Gefühl nicht so schlecht war – die Ergebnisse waren richtig schlecht. Ich werde viel Zeit brauchen, um all die Daten dieser Saison zu analysieren und herauszufinden, was schief lief und welche Änderungen man machen kann. Es könnte sein, dass ich meinen Fahrstil ändern muss. In jedem Fall sollte ich die Rennen nicht mit Platzierungen wie heute beenden. Es muss etwas geschehen. Ich glaube, dass die Arbeit mit dem Motorrad in diesem Jahr etwas schwieriger war als mit der Maschine von 2006. Wir müssen versuchen, das ganze Paket zu verbessern, und dann können wir auch auf bessere Ergebnisse hoffen. Ich möchte meiner ganzen Mannschaft Danke sagen und mich dafür entschuldigen, dass ich keinen Podestplatz eingefahren habe. Nie aufs Podium zu fahren, ist für mich ein Schock, und den möchte ich nächstes Jahr nicht erleben.“

 

Rennen 1: 1. Bayliss (Aus-Ducati), 2. C Checa (E-Honda), 3. Corser (Aus-Yamaha), 4. Rea (GBHonda), 5. Fonsi Nieto (E-Suzuki Alstare), 6. Lavilla (E-Honda), 7. Haslam (GB-Honda), 8. Kiyonari (J-Honda), 9. Xaus (E-Ducati), 10. Laconi (F-Kawasaki). 15. Yukio Kagayama (J-Suzuki Alstare). Max Neukirchner (D-Alstare Suzuki) DNF.

 

Rennen 2:

1. Bayliss, 2. Fabrizio (I-Ducati), 3. Haslam, 4. Max Neukirchner (D-Alstare Suzuki), 5. Fonsi Nieto (E-Suzuki Alstare), 6. Troy Corser (Aus-Yamaha Motor Italia), 7. C Checa, 8. Lavilla (E-Honda), 9. Crutchlow (GB-Honda), 10. Laconi. 23. Yukio Kagayama (J-Suzuki Alstare).

 

WSBK Endstand:

1. Bayliss 460, 2. Troy Corser 342, 3. Haga 327, 4. C Checa 313, 5. Max Neukirchner 311, 6. Fonsi Nieto 256, 7. Biaggi 238, 8. Fabrizio 223, 9. Kiyonari 206, 10. Xaus 178, 11. Yukio Kagayama 154.

 

SUPERSTOCK 1000:

Der junge Belgier Xavi Simeon sah seine Titelhoffnungen heute nach einem Sturz verschwinden. Der Sturz ereignete sich, weil er den falschen Vorderradreifen auswählte, welcher auf der fast trockenen Strecke bereits nach drei Runden aufgearbeitet war. Obwohl er wieder in den sattel stieg, warf ihn der Sturz von Platz drei auf Rang 13 zurück. Zwar konnte er noch zwei Plätze gut machen, aber die verbleibende Zeit war zu kurz, um weiter nach vorn zu fahren und genügend Punkte für den Titelgewinn zu holen. Heute war er als Führender in der Meisterschaft gestartet und beendete sie nun als enttäuschter Vierter. Der Australier Brendan Roberts gewann das heutige Finalrennen und damit auch den Titel. Zweiter wurde Chris Seaton (Suzuki) gefolgt von Maxime Berger (Honda) und Michele Pirro (Yamaha).

 

Xavi Simeon – 11.:

 "Heute habe ich eine schlechte Reifenwahl getroffen, und die hat mich den Titel gekostet. Das ganze Wochenende über hatten wir niemals eine komplett trockene Strecke, und auch heute Morgen waren einige nasse Stellen auf der Strecke. Daher entschied ich mich für einen Medium-Vorderradreifen. Leider war der bereits nach drei Runden zerstört, und alles, was ich tun konnte, war, zu versuchen, an Roberts dran zu bleiben. Nach acht Runden verlor ich aber das Vorderrad und stürzte. Ich stieg so schnell ich konnte wieder aufs Motorrad, war da aber schon auf Platz 13 zurückgefallen, bei nur noch vier zu fahrenden Runden. Dann fehlte einfach die Zeit, um weiter nach vorne zu fahren. Ich möchte Brendan Roberts zu seinem Sieg und zum Titel gratulieren und mich bei meinem Team für all die Arbeit in diesem Jahr bedanken. Es tut mir leid, dass die Saison nicht so beendet wurde, wie wir alle dies gehofft hatten.”

 

Superstock 1000 Ergebnisse:

1. Roberts (Aus-Ducati), 2. Seaton (Aus-Suzuki), 3. Berger (FHonda), 4. Pirro (I-Yamaha), 5. Smrz (CZ-Honda), 6. Polita (I-Ducati). 11. Xavi Simeon (BAlstare Suzuki). Endstand Superstock 1000: 1. Roberts 147, 2. Berger 140, 3. Polita 137, 4. Xavi Simeon (BAlstare Suzuki) 136, 5. Pirro 102, 6. Smrz 84.

 

WORLD SUPERSPORT:

Nach einem guten Start zum letzten Rennen der diesjährigen Supersport Weltmeisterschaft stürzte RES Software Hoegee Suzuki-Fahrer Barry Veneman in der neunten Runde.

Teamkollege Didier Van Keymeulen hatte mit seinem Motorrad in der Anfangsphase des Rennens Probleme, konnte auf der neuen Strecke in Portimao aber dennoch einen wertvollen WM-Punkt einfahren.

Unmittelbar nach dem Start merkte Veneman, dass er heute die Pace hatte, um einen weiteren Podestplatz einzufahren. Er startete als Dritter, und nach nur einer Runde lag er in Führung. Nach sieben Runden fiel er auf Platz zwei zurück, kämpfte aber weiter in der kleinen Spitzengruppe. In der folgenden Runde, als er auf Platz vier abrutschte, lief dann alles schief. Er versuchte, Plätze gut zu machen, und produzierte einen Highsider, den er glücklicherweise unverletzt überstand. Zwar waren seinen Chancen auf einen Podestplatz damit dahin, doch beendete er die Supersport-WM als Gesamt-Achter.

 

Marc Hoegee - Teambesitzer RES Software Hoegee Suzuki:

 "Wir hatten ein gutes Wochenende hier in Portimao, und es schien, als würden wir es auch erfolgreich beenden. Barry kämpfte echt hart und gab allles, doch leider war dann das Rennen für ihn vorbei. Didier hatte Probleme mit seinem Schaltautomaten und konnte nicht an der Spitze mitfahren. Ich bin mir sicher, dass er es ohne dieses Problem unter die Top Ten geschafft hätte. Jedoch können wir alle auf eine sehr gute Saison zurückblicken, und ich bin sicher, dass wir auf demselben oder sogar einem höheren Niveau weitermachen können. Ich danke dem ganzen Team, den Sponsoren und allen Fans, denn ohne sie wären wir so weit nicht gekommen.“

 

Barry Veneman:

"Ich hatte einen guten Start, alles fühlte sich gut an, und ich hoffte auf ein weiteres Podium. Es lief prima, und vor allem in den Kurven hatte ich viel Speed, während ich auf den Geraden ein wenig verlor. Als ich an vierter Stelle liegend stürzte, habe ich es wohl einfach übertrieben. Ich kam aus einer Kurve heraus, gab zuviel Gas und hatte dann einen Highsider. Das ist schade, denn ich wollte eine gute Saison 2008 noch besser beenden.“

 

Didier Van Keymeulen:

"Gleich nach dem Start machte ich einige Plätze gut. Die Veränderungen an der Dämpfungseinstellung, die wir über Nacht vornahmen, zahlten sich aus. Leider hatte ich dann ab der zweiten Runde Probleme mit dem Getriebe. Speziell an den Steigungen war es schwierig, damit das Tempo zu halten, denn es fehlte eine der Gangstufen. Ich wollte aber nicht aufgeben, denn ich sah, dass ich immer noch 15. werden konnte. Das gelang mir glücklicherweise, und ich ergatterte noch einen Punkt.“

 

Bildmaterial und weitere Informationen finden Sie unter www.suzuki-racing.com.

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